Die Mutter-Kind Tragebeziehung beginnt bereits in der vorgeburtlichen Zeit. Einerseits nimmt das Kind die Stimmungen und Gefühle und Ängste der Mutter wahr, andererseits vermittelt ihm der Rythmus der wiegenden Bewegung das Gefühl der Sicherheit.
Die Geburt selbst erlebt das Kind als einen Schock. Aus der Geborgenheit heraus kommt es in eine fremde Welt, in der jedes bisherige Empfinden sich umkehrt: Dunkelheit wird zur Helligkeit, Wärme zur Kälte. Jetzt braucht das Kind die Nähe der Mutter. Deren gewohnter Herzschlag kann ihm das verlorene Urvertrauen wieder zurückgeben.
Das getragene Kind empfindet ein Höchstmaß an Geborgenheit und Nähe, und aus der sicheren Position heraus kann es das Leben um sich herum beobachten bis es selbst soweit ist, ins Leben hinauszugehen...